Aufgabe 3: Videoproduktion – Ein 30-Sekunden-Clip mit Wirkung
Bewegte Bilder gehoeren zu den wirkungsvollsten Formen medialer Kommunikation. Ein gut gemachtes Video kann Themen eindringlich vermitteln und bleibt im Gedaechtnis haften. Dabei muessen gute Videos nicht lang sein – Werbespots und Kurzclips bringen ihre Botschaft oft in wenigen Sekunden auf den Punkt. In dieser Aufgabe produziert ihr mit dem Smartphone einen 30-Sekunden-Clip zu einem Thema, das euch am Herzen liegt.
Warum Kurzvideo?
Die Beschraenkung auf 30 Sekunden ist kein Nachteil, sondern eine kreative Herausforderung. Sie zwingt dazu, das Wesentliche herauszuarbeiten und jede Sekunde bewusst zu gestalten. Kurze Videoformate dominieren die sozialen Medien, und die Faehigkeit, eine Botschaft kompakt und ueberzeugend zu transportieren, ist eine der gefragtesten Kompetenzen der digitalen Kommunikation.
Die Herausforderung
Gelingt es euch, in nur einer Stunde einen mitreissenden 30-Sekunden-Clip zu drehen? Arbeitet in Teams und folgt diesen fuenf Schritten:
Schritt 1: Ein Thema finden
Einigt euch in der Gruppe auf ein Thema, das euch wichtig ist. Der Clip soll eine klare Aussage oder einen Aufruf vermitteln. Diskutiert: Wie laesst sich euer Thema filmisch umsetzen? Welche Bilder, Szenen oder Symbole koennten eure Botschaft transportieren?
Schritt 2: Ein Storyboard erstellen
Bevor die Kamera laeuft, plant ihr den Ablauf. Ein Storyboard muss nicht kuenstlerisch perfekt sein – Stichworte und einfache Skizzen genuegen. Klaert folgende Fragen:
- Wie heisst das Video?
- Worum geht es inhaltlich?
- Welche Szenen oder Einstellungen sollen gedreht werden?
- Wo wird gedreht?
- Wer uebernimmt welche Aufgabe (Kamera, Regie, Darstellung)?
Die Planung ist entscheidend, denn bei einem 30-Sekunden-Clip zaehlt jede Einstellung.
Schritt 3: Einen Slogan formulieren
Jeder gute Clip braucht eine zentrale Botschaft. Formuliert einen kurzen Satz, der eure wichtigste Aussage auf den Punkt bringt. Dieser Slogan kann gesprochen, als Texteinblendung gezeigt oder beides zugleich sein.
Schritt 4: Drehen
Nutzt die Kamerafunktion eures Smartphones. Eine besonders effiziente Technik ist der Kameraschnitt: Anstatt spaeter zu schneiden, pausiert ihr die Aufnahme zwischen den einzelnen Einstellungen und setzt sie bei der naechsten Szene fort. So entsteht ein fertiger Clip ohne Nachbearbeitung.
Experimentiert dabei mit verschiedenen gestalterischen Mitteln:
- Einstellungsgroessen: Von der Totalen bis zur Detailaufnahme
- Perspektiven: Normalsicht, Froschperspektive, Vogelperspektive
- Bewegung: Schwenks, Fahrten, statische Aufnahmen
- Licht und Schatten: Natuerliches Licht bewusst einsetzen
Praxistipp: Ein guenstiger Selfie-Stick laesst sich mit Klebeband an einer Stuhlsitzlehne befestigen und dient so als improvisiertes Stativ. Die Smartphone-Halterung kann oft auch auf ein Standard-Stativ geschraubt werden.
Schritt 5: Ergebnisse vergleichen
Seht euch alle Clips gemeinsam an. Die Teams berichten, wie sie gearbeitet haben, was gut funktioniert hat und was nicht. Diskutiert:
- Wird die Botschaft klar vermittelt?
- Welche visuellen Mittel waren besonders wirkungsvoll?
- Wie koennte man den Clip noch verbessern?
- Was haettet ihr mit mehr Zeit anders gemacht?
Fuer Fortgeschrittene: Nachbearbeitung
Wer sich mehr Zeit nimmt, kann den Clip nach dem Dreh mit Videoschnitt-Apps am Smartphone bearbeiten. Dabei lassen sich Titel, gesprochener Text, Musik oder Soundeffekte einfuegen. Es gibt zahlreiche kostenlose Apps fuer verschiedene Betriebssysteme, die grundlegende Schnittfunktionen bieten.
Reflexionsfragen
- Warum sind bewegte Bilder oft ueberzeugender als Text oder Fotos?
- Welche Rolle spielen Schnitt, Perspektive und Musik bei der Wahrnehmung eines Videos?
- Wie veraendert sich eine Botschaft, wenn man sie in unterschiedlichen visuellen Stilen praesentiert?
- Welche Verantwortung traegt man, wenn man Videos veroeffentlicht, die andere Menschen zeigen?
Weiter zur naechsten Aufgabe
Jetzt wird es diskursiv: In der naechsten Aufgabe geht es um Quellenpruefung und den kritischen Umgang mit Informationen. Weiter zu Aufgabe 4: Quellenpruefung und Faktencheck.