Aufgabe 1: Medienreflexion – Das eigene Medienverhalten erforschen
Wie viel Zeit verbringen Menschen taeglich mit Medien? Welche Geraete und Plattformen dominieren den Alltag? Und wie sieht das eigene Nutzungsverhalten im Vergleich zu dem anderer Menschen aus? In dieser ersten Aufgabe der Medienfit Challenge geht es darum, den eigenen Medienkonsum bewusst zu erfassen, mit empirischen Daten zu vergleichen und daraus Erkenntnisse abzuleiten.
Hintergrund: Mediennutzung in Zahlen
Aktuelle Studien zeigen, dass Menschen in Oesterreich taeglich viele Stunden mit unterschiedlichen Medien verbringen. Ein erheblicher Teil dieser Nutzungszeit entfaellt auf mobile Endgeraete. Doch was genau bedeuten solche Zahlen? Woher stammen sie? Und was sagen sie ueber das Verhaeltnis von Mensch und Medien aus?
Die Nutzung von Medienangeboten wird regelmaessig wissenschaftlich untersucht und in zahlreichen Studien dokumentiert. Diese Erhebungen liefern wertvolle Einblicke in gesellschaftliche Trends und individuelle Gewohnheiten. Wer versteht, wie solche Daten erhoben werden, kann Medienberichte ueber Nutzungsstatistiken besser einordnen und kritisch bewerten.
Die Herausforderung
Eure Aufgabe ist es, eine eigene kleine Forschungsarbeit zum Thema Mediennutzung durchzufuehren. Dabei geht ihr in mehreren Schritten vor:
Schritt 1: Hypothesen aufstellen
Bevor ihr Daten sammelt, formuliert zunaechst eure Vermutungen. Wie viele Stunden pro Tag, glaubt ihr, verbringt ihr selbst mit Medien? Welches Medium nutzt ihr am haeufigsten? Welche Unterschiede erwartet ihr zwischen verschiedenen Altersgruppen? Haltet eure Schaetzungen schriftlich fest – sie dienen spaeter als Vergleichsgrundlage.
Schritt 2: Eigene Mediennutzung erfassen
Nehmt euer eigenes Medienverhalten unter die Lupe. Nutzt die Bildschirmzeit-Funktion eures Smartphones, um konkrete Zahlen zu erhalten. Notiert:
- Gesamte taegliche Nutzungsdauer
- Die fuenf am meisten genutzten Apps oder Dienste
- Aufschluesselung nach Kategorien: Information, Unterhaltung, Kommunikation, Bildung
- Zeitpunkte der intensivsten Nutzung
Schritt 3: Vergleich mit Studienergebnissen
Recherchiert aktuelle Studien zur Mediennutzung in Oesterreich und im deutschsprachigen Raum. Vergleicht eure eigenen Ergebnisse mit den Studiendaten. Achtet dabei auf folgende Fragen:
- Liegt eure Nutzung ueber oder unter dem Durchschnitt?
- Welche Medienformen nutzt ihr anders als der Durchschnitt der Bevoelkerung?
- Gibt es Ueberraschungen oder Ergebnisse, die euren Erwartungen widersprechen?
- Wie haben sich die Nutzungsmuster in den letzten Jahren veraendert?
Schritt 4: Ergebnisse diskutieren
Stellt eure Ergebnisse in der Gruppe vor. Diskutiert gemeinsam:
- Was hat euch ueberrascht?
- Welche Unterschiede gibt es innerhalb der Gruppe?
- Was sagen die Zahlen ueber eure Mediengewohnheiten aus?
- Gibt es Aspekte eurer Mediennutzung, die ihr veraendern moechtet?
Reflexionsfragen
Zum Abschluss dieser Aufgabe koennt ihr euch mit folgenden vertiefenden Fragen auseinandersetzen:
- Welche Rolle spielen Medien in eurem Tagesablauf? Koenntet ihr einen Tag ohne Smartphone verbringen?
- Wie unterscheidet sich aktive Mediennutzung (selbst Inhalte erstellen, gezielt recherchieren) von passiver Nutzung (scrollen, im Hintergrund laufen lassen)?
- Welchen Einfluss hat die Mediennutzung auf andere Lebensbereiche wie Schlaf, Bewegung oder soziale Kontakte?
- Was bedeutet es, wenn Studien von “Durchschnittswerten” sprechen? Welche Einschraenkungen haben solche Zahlen?
Weiter zur naechsten Aufgabe
Ihr habt nun eine fundierte Grundlage ueber Mediennutzung und -gewohnheiten geschaffen. Dieses Wissen wird euch in den kommenden Aufgaben helfen, Medieninhalte bewusster zu gestalten und kritischer zu betrachten. Weiter geht es mit Aufgabe 2: Kreative Medienproduktion.